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Musealer spätbarocker Appenzeller (Toggenburger?) Braut – Schrank, datiert 1812

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Seltenes Exemplar eines spätbarocken eintürigen Appenzeller (Toggenburger?) Braut – Schranks. Er ist noch ganz in der barocken Tradition gehalten, die auf dem Land ein langes Weiterleben bis ins frühe 19. Jh. hatte. Die Bemalung ist noch nicht vom Biedermeier inspiriert, sondern folgt der ländlichen Rokoko-Bildgestaltung.

Auf einem petrolgrünen Hintergrund sind grossflächige Muschelornamente oder Rocaillen in konkav-konvexer geschwungener Form aufgemalt. Diese umrahmen die Türe seitlich und unterhalb, aber auch die 2 zentralen Figuren in den Türfüllungen, sowie die Schrägseiten.

Oben entweder Maria (Namenspatronin der Besitzerin des Kastens) oder die heilige Anna, die Mutter Marias, was darauf hindeuten würde, dass dieser Schrank bereits von der Mutter der damaligen Besitzerin (Anna?) vererbt wurde. In der unteren Füllung Johannes der Täufer, eventuell der Namespatron des Vaters (Johann?).

Auch die wunderbaren Blumensträusse seitlich sind noch reich umrahmt, was im Biedermeier viel schlichter dargestellt wurde.

Unter der Türe noch eine schmale Schublade im Sockel, die von innen mit einem Holzstift arretiert werden kann.

Auf dem abnehmbaren Steckkranz beschriftet mit: “Maria Bar-IHS-bara Steiner”, über der Türe datiert “1812” (Hochzeitsdatum)

Schweizerische Volkskunst vom Feinsten – ein Schrank, der den Übergang vom Barock zum Biedermeier in sich vereint.

(Fotos ohne Blitz aufgenommen)

  • Breite Kranz 138
  • Breite Körper 117
  • Tiefe Kranz 54
  • Tiefe Körper 42
  • Höhe 183.5