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Verkauft: Herausragender Säulen-Sockelschrank, Appenzell

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Absolut museal: Herausragender 1-türiger Säulen-Sockelschrank mit Schablonenmalerei, Appenzell, datiert 1774.

Dieser Schrank ist noch ganz der Renaissance-Tradition verhaftet: Eine reiche Fülle ornamentaler Pflanzenmuster umspielen die Füllungen in Sockel, Türe und Kranz, alles in ausgewogener Vielfarbigkeit in zarten Pastelltönen. Der schwarze Türrahmen korrespondiert mit den senkrechten, die Architektur des Schrankes betonenden schwarzen Säulen seitlich davon.

In den Türfüllungen typische Renaissancemotive in Schablonenmalerei: Stilisierter Strauss mit dunklen und hellen Trauben (oben) und Früchteschale mit Obst. Über der Türe im Kranz beschriftet und datiert: “17 Heinrich Schiess 74”.

Ein vergleichbares Stück steht im Schweizerischen Landesmuseum!

Siehe auch das 2014 erschienene Standardwerk “Ländliche Bilderfreude – Appenzeller Möbelkunst 1700-1860″: “Die Schablonenmalerei gilt als Anfang der Malerei auf Möbeln. Diese Technik fand ihren Weg in die Volkskunst um 1600 und verbreitete sich im 17.Jh. im voralpinen deutschsprachigen Raum. Die Bedeutung der Schablonenmalerei für die Volkskunst kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Wende zum 18.Jh. war die Zeit, als Teile der ländlichen Bevölkerung Kleidung und Schrank (statt Truhe) als Kulturgut entdeckten – und sich leisten konnten.”

  • Breite Kranz 135
  • Breite Körper 114
  • Tiefe Kranz 58
  • Tiefe Körper 49.5
  • Höhe 184

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