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Seltenst: signierter Schrank von Melchior Streich

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Einer der seltensten im Handel erscheinenden Maler der Schweiz: Melchior Streich, (*1798, † 1867) aus Meiringen, Haslital, war sowohl ein Genre-Maler als auch ein exzellenter Fassmaler (einfassen, bemalen) von Möbeln. Im Haslital erinnern noch zahlreiche Anekdoten an ihn. Seine Handschrift sind virtuose Blumensträusse vor geflammtem Hintergrund und oft Vögel dazwischen. Seine Eigenart war, die Schränke per Monogramm zu signieren und in der Herstellung fortlaufend mit Werknummern zu nummerieren. Das Nummerieren war zu dieser Zeit in der bildenden Kunst unbekannt, erst in der Musikgeschichte versehen vereinzelte Künstler seit Beethoven Ihre Werke mit (Opus-) Zahlen.

Dieser Schrank zeigt im Mittelmedaillon das Monogram “M.ST.” und die Nummer “2006”. Auch hat er keine Schränke hergestellt, sondern sich darauf spezialisiert, bestehende ältere Möbel der damaligen Kundschaft zu übermalen. Dieser Biedermeier – Schrank wurde im Jahr 1843 von Melchior Streich für einen Jost Kaufmann (siehe Beschriftung) kunstvoll bemalt, vermutlich zur Hochzeit – daher die 2 Vögel und darüber 2 Brautsträusse. Wir sind stolz, ein Möbel der Schweizer Volkskunst von allerhöchster Qualität und Seltenheit präsentieren zu können, mit einem ikonographisch äusserst lieblichen Hintergrund. Ein Selbstbildnis von Melchior Streich ist im Schweizerischen Landesmuseum zu finden.

Eine Lizentiatsarbeit über bemalte Bauernmöbel von 1986 erwähnt als für die Schweiz herausragend einerseits die Appenzeller Möbel und als zweites… Melchior Streich! Zitat: “Bei Melchior Streich findet man jedoch eine Vielfalt von Ausdrucksweisen, die bei gewöhnlichen Bauernkünstlern kaum auszumachen ist. Werke von wilder Expressivität mit starken Farbtönen werden von anderen schlichterer Art abgelöst, um dann wieder solchen mit barockem Reichtum in beinahe hochkünstlicher Faktur zu weichen.”

  • Breite Kranz 107
  • Breite Körper 99
  • Tiefe Kranz 45
  • Tiefe Körper 41
  • Höhe 176.5

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